Ein ganz normaler Tag. Ich drehe mir auf einer Parkbank eine Zigarette und lasse die Sonne meine große Nase bräunen. Wie so oft sind im Tabakbeutel nur noch diese verdammten Tabakkrümel – die, die wieder aus dem Papier fallen, sobald die Zigarette im Mund steckt.
Man könnte meinen, das Wetter könnte sich weniger um meine Tabakkrümel scheren. Sicher ist aber, dass da eine tiefe Verbindung besteht. Sei es drinnen oder draußen. Sobald ich den Beutel in der Hand halte, begibt sich der Wind auf seine leisen Wanderungen.
Nun ja, irgendwie schaffe ich es, die an der Spitze zusammengedrückte Zigarette anzuzünden und kann mich gedanklich der Sonne zuwenden.
An diesem Frühlingstag wird einem die Paarungslust der Menschen regelrecht ins Gesicht gerieben. Die Wiese vor mir ist voll von ihnen. Die Männchen zeigen ihre Masse, die auf ihren Knochen liegt – die geformte Masse wohlgemerkt. Beeindruckte und unbeeindruckte Weibchen wirren umher. Letztendlich kommt dennoch niemand zusammen.
Die Ansprechbarriere lässt sich einfach nicht überwinden. Stattdessen zückt man das Smartphone und hofft, jene Person in Apps zu finden. Ein GIF als Anmachspruch reicht – und schon bald läuten die Glocken.
Die Vögel zwitschern und lassen so selbstverständlich wie wir atmen ihre Scheiße fallen. Die, die Aufmerksamkeit suchen, fangen sie dann mit Freude auf. Anscheinend bringt das Glück.
Ich konnte nie wirklich verstehen, warum es Glück bringen soll, wenn man angeschissen wird. Scheiße bleibt Scheiße, egal wie sie aussieht und von wo sie kommt. Diese Glücksmomente werden dann in einer dümmlichen, sexy Pose fotografisch festgehalten. Beim nächsten Match dankt man der Vogelkacke.
Der Frühling ist doch wunderbar.
